Geschichte:
Der Ursprung der Kartoffel liegt im südamerikanischen Andengebiet, wo seit mehr als zehntausend Jahren Wildformen des Nachtschattengewächses existieren. Unter dem Namen Batate kultivierten die Einwohner Perus und Chiles die nährstoffreichen Knollen, welche bis heute die Grundlage ihrer Ernährung darstellen. Die Eroberer der neuen Welt, wer genau ist nicht bekannt, brachten Kartoffeln im 17. Jahrhundert mit nach Europa, wo sie anfangs wegen ihrer prachtvollen Blüten und des kräftigen, grünen Wuchses als Zierpflanzen in Gärten und Parks angepflanzt wurden. Nur langsam setzten sich die unscheinbaren Knollen als Nahrungsmittel durch und erlangten ihre wirtschaftliche Bedeutung in Europa erst im 18. und 19. Jahrhundert. Immer wiederkehrende verheerende Hungersnöte zwangen die Bevölkerung dazu, ihre Anbau- und Verzehrgewohnheiten zu ändern und Kartoffeln als Alternative zu Getreide in ihren Speiseplan aufzunehmen. Und tatsächlich entwickelte sich die Kartoffel zu einer sicheren, wertvollen Nahrungsgrundlage weltweit. Die Rangfolge der Länder mit der höchsten Kartoffelproduktion heutzutage gestaltet sich folgendermaßen: China, Indien, USA, Russland, Polen und Deutschland. (Weitere Infos unter: Wikipedia)
Aber: Nur 2,7 % der Kartoffelanbauflächen in Deutschland sind Bioanbauflächen!
Ernährungsphysiologie:
Die ernährungsphysiologische Bedeutung der Kartoffel für einen gesunden Lebensstil ist außerordentlich hoch, denn die schmackhaften Knollen sind:
Aufgrund ihrer Inhaltsstoffe und deren Zusammensetzung sind Kartoffeln eine ideale und wertvolle Ergänzung zu Fleisch, Fisch, Gemüse, Käse, Eiern etc. Aber auch pur als Kartoffelsuppe oder Reibekuchen oder Kartoffelauflauf oder oder....... sind sie ein echter Genuss!
Kleine Warenkunde:
Kartoffeln werden eingeteilt in drei Gruppen mit unterschiedlichem Kochtyp, die je nach Einsatzbereich in der Küche Anwendung finden.
| * Kochtyp festkochend: | für Kartoffelsalat |
| * Kochtyp vorwiegend festkochend: |
für Salzkartoffeln, Bratkartoffeln, Pellkartoffeln, Gratins, Eintöpfe, Blechkartoffeln, Pommes Frites |
| * Kochtyp mehligkochend: | für Suppen, Kartoffelbrei, Kartoffelknödel, Gnocchi |
Wir haben aber auch Sorten, die beinahe das ganze Spektrum der verschiedenen Kocheigenschaften abdecken und für fast alle Kartoffelgerichte geeignet sind. Das vereinfacht den Einkauf und die Lagerhaltung für Sie als Verbraucher natürlich sehr.
Wenn Sie Kartoffelpate werden, bekommen Sie von Hauswirtschaftsmeisterin und Biobäuerin Elfriede Hieber besondere Tipps zu Lagerung, Zubereitung und leckere Rezepte, mit denen Sie Spaß in der Küche haben und mit denen jeder, von Anfänger bis Gourmetkoch tolle Gerichte zaubern kann.